Ackerbau:  wir befinden uns seit  10.07. 2017 in der Umstellung auf  biologische  Landwirtschaft

Um zu wissen was ökologisch aber auch ökonomisch sinnvoll ist, sollte man immer bei der Planung seiner Feldfrüchte, die Deckungsbeitrags- und Vollkostenrechnung machen.

Kreislaufwirtschaft

Nach dem Vorbild der Natur ist das Ziel, unseren Hof als ganzheitliches System so zu bewirtschaften, dass möglichst geringe Zufuhren (Wasser, Energie, Nährstoffe, …) von außen nötig sind, ohne dass Mangelzustände in den Pflanzen entstehen. Besonders wichtig ist es, umweltschädliche Verluste an wertvollen Nährstoffen zum Beispiel durch Nitratauswaschung oder Ammoniakausgasung zu vermeiden.

Fruchtfolge

Die Fruchtfolge spielt bei uns eine zentrale Rolle. Nährstoffversorgung, Krankheits- und Schädlingsdruck, Verunkrautung sowie Bodenstruktur und Humusgehalt stehen in enger Beziehung zu ihr.

Besondere Bedeutung kommt dem Vermeiden fruchtfolgebedingter Abbauerscheinungen und Krankheiten zu. Dazu müssen Ökolandwirte die klassischen Fruchtfolgeregeln beachten, die zum Teil über die Jahre konventionellen Wirtschaftens schon fast in Vergessenheit geraten sind. Diese geben auch die Möglichkeit, auf Schwankungen des Marktes, witterungsbedingte Turbulenzen oder aktuelle Probleme (zum Beispiel in der Verunkrautung eines Feldes) zu reagieren. So wechseln wir ständig zwischen Sommer und Winterung, Halm und Blattfrucht. Zusätzlich werden noch 20 % der Anbaufläche mit Leguminosen (Erbsen oder Luzerne) angebaut.

Getreideanbau

Am Anfang war… das Getreide

Vor etwa 10.000 Jahren begann der Mensch systematisch Getreide anzubauen. Ackerbau und Viehzucht machten aus den nomadisierenden Sammlern und Jägern, die sich von Fleisch und essbaren Pflanzenteilen ernährten, sesshafte Menschen. So besitzt jede Hochkultur ihren ganz eigenen, an die jeweilige Region angepassten Getreideanbau. Die Reiskultur in Asien, die Maiskultur Amerikas, die Hirsekultur in Afrika, die Weizenkultur der Römer und die Gersten- und Roggenkultur der nordischen Völker. Klima, Boden und landwirtschaftliche Tradition haben jeweils ihre ganz eigenen Formen und Besonderheiten der Kultivierung des Korns hervorgebracht.

Das Ursprungsgebiet des Getreides liegt im Nahen Osten - dem Libanon, dem anatolischen und dem iranischen Bergland. Im Gebiet des so genannten "Fruchtbaren Halbmondes“, wurde Getreide seit seinen Ursprüngen kultiviert. Dort wuchsen die Getreidearten in der Periode der milden Winter. Getreide ist also ursprünglich keine in Europa beheimatete Frucht. Doch die Kulturgräser finden heute bei uns ähnliche Umweltbedingungen vor wie zu früheren Zeiten in ihren Ursprungsländern. Bei uns sind die waldfreien Äcker ideale Anbauflächen, die ein ähnliches ökologisches System und klimatische Bedingungen wie das Ursprungsgebiet im Nahen Osten darstellen.

Längst wird in unseren Breiten eine Vielfalt von verschiedenen Getreidearten angebaut und gezüchtet. Hauptanbaugebiet ist der Westen Eurasiens. Es erstreckt sich von der Westküste Europas bis in die Ukraine. Getreidefrüchte gedeihen hier gut auf den weiten Lößböden. Die typischen, fruchtbaren, braunen Äckern der Region haben sich während der Eiszeiten herausgebildet und sind mineralisch von höchster Qualität. Aufgrund dieser Lößböden besteht in Mitteleuropa eine kontinuierliche, bereits siebentausendjährige Tradition des ökologischen Getreideanbaus.

Zuckerrübenanbau

Zucker - Die ewig süße Versuchung

Er schmeichelt dem Gaumen und streichelt die Seele. Ein Stoff mit Suchtpotential – Zucker ist einfach unwiderstehlich. Zuerst erlagen nur Reiche dem Zauber der weißen Kristalle, aus dem Zuckerbäcker früher wahre Kunstwerke erschufen.

 

Erst als man Zucker nicht nur aus Zuckerrohr, sondern in großen Mengen auch aus Rüben gewinnen konnte, wurde aus dem Luxusgut eine Massenware. Heute ist Zucker allgegenwärtig und in fast jedem Lebensmittel enthalten.

 

 

 

Bio - Zuckerrüben werden von uns für die Südzucker angebaut.

Alle Rüben werden drei mal maschinell gehackt und zwei mal mit der Hand.

Zusätzlich kommen noch Rotor und Hackstriegel zum Einsatz.

Maisanbau.....die Wurst am Stängel? - Nein,  das Gelbe vom Ei!

Mais - ein Korn für alle Fälle

Mais ist überall - auch wenn man ihn nicht sieht. Er steckt in Lebensmitteln, Einweggeschirr, Verpackungsmaterial, in T-Shirts und: Er landet im Tank. Rund 20.000 Produkte, die Mais enthalten, soll es inzwischen geben. 

 

Mais in Lebensmitteln

Mais kommt fast täglich auf den Tisch - doch in den meisten Fällen ist er nicht zu erkennen. Bei Cornflakes und Popcorn ist der Fall noch klar, bei vielen anderen Lebensmitteln jedoch nicht mehr. Maisstärke wird als Bindemittel vor allem für Fertigsuppen und Soßen verwendet, sie findet sich in Yoghurt, Desserts und Speiseeis. Selbst Ketchup und Fischkonserven können Maismehl enthalten. Als modifizierte Stärke kommt der Mais in Tiefgefrorenes. Und auch wer fleißig auf der Packung das Kleingedruckte liest, muss gut informiert sein, um den Mais zu entdecken. Zucker aus Mais wird als Glucosesirup, Maltose oder Fructose aufgeführt. Gesüßt werden damit unter anderem Getränke, Süß- und Backwaren. Bei uns wird über 50 % des Maisernte für die Fütterung von Bio- Legehennen eingestzt. So landet der Mais schon mit jedem Frühstücksei Morgens auf dem Frühstückstisch.

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LWB Matthias Saudhof
Nelben 20
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